Glossar · Chart und Kurs

Dreieck

Ein Konsolidierungsmuster, bei dem Hochs und Tiefs zusammenlaufen – aufsteigend, absteigend oder symmetrisch –, oft vor einem Ausbruch.

Von Sky Trade RedaktionAktualisiert

Ein Dreieck entsteht, wenn die Kursschwankungen kleiner werden und die Linien durch Hochs und Tiefs zusammenlaufen. Meist werden drei Varianten beschrieben:

  • Aufsteigend: flache Oberseite, steigende Tiefs – Käufer drücken immer wieder gegen eine Decke.
  • Absteigend: flache Unterseite, fallende Hochs – Verkäufer drücken immer wieder gegen einen Boden.
  • Symmetrisch: fallende Hochs und steigende Tiefs, die sich in der Mitte treffen.

Dreiecke sind Phasen der Verdichtung. Die Volatilität zieht sich zusammen, und irgendwann bricht der Kurs aus der Form aus. Auf- und absteigende Dreiecke werden oft so gelesen, dass sie zu einem Bruch der flachen Seite tendieren, während das symmetrische als neutral gilt. Das sind Tendenzen, keine Regeln; Dreiecke brechen regelmäßig in die „falsche“ Richtung.

Zwei praktische Warnungen. Ausbrüche ganz nahe der Spitze sind oft schwach, weil das Muster dort seine Struktur schon verloren hat. Und Fehlausbrüche an Dreieckslinien sind häufig, deshalb warten viele Trader auf einen Schlusskurs außerhalb und manchmal auf einen Retest.

Die schrumpfenden Spannen in einem Dreieck ähneln einem Bollinger-Squeeze. Beides zu sehen macht die Richtung des Ausbruchs nicht vorhersagbarer, hilft dir aber, die Verdichtung früh zu bemerken. Siehe Chartmuster.

Beispiel

Die Hochs von USD/JPY verflachen bei 151,50, während die Tiefs von 151,10 auf 151,30 steigen: ein aufsteigendes Dreieck. Ein M5-Schlusskurs bei 151,58 ist der Ausbruch; ein Rückfall unter 151,45 ließe ihn falsch aussehen.

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